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Leuchten richtig platzieren - Auslassplanung wie vom Profi

Ratgeber Altbausanierung

Die drei goldenen Regeln

Wenn ich meine Kunden oder Follower frage, was Sie denken, wenn Sie an Ihre eigene Lichtplanung denken, dann höre ich oft:

 

"Völlige überforderung. Wo fängt man an. Wie fängt man an. Und woher soll ich schon vorher wissen, wo ich überall Licht brauche?"

 

Kennst Du das auch? Wenn es Dir auch so geht, Du gerne die Lichtplanung angehen würdest, aber nicht weisst wie und wo, dann schauen wir uns mal die drei wichtigsten Dinge an, die Dir beim klären der Fragen weiterhelfen werden!

Altbausanierung

Wenn die meisten über die Lichtplanung oder die Platzierung der Beleuchtung nachdenken, dann ist meistens von der reinen Grundbeleuchtung die Rede. Diese Beleuchtung befindet sich unter der Decke und lässt den Raum generell "hell werden". Diese Beleuchtung dient dazu, dass wir uns sicher von A nach B bewegen können, genügend Licht haben wenn wir putzen oder etwas suchen, oder wenn gerade der Raum mal gut ausgeleuchtet werden soll.

 

Soweit so gut. Diese Planung macht oft der Elektriker, der Architekt oder der Hersteller vom Fertighaus. Hast Du einen Altbau befindet sich deine Grundbeleuchtung meist klassisch mittig im Raum. Was aber zu 90 % nie bedacht ist und uns zu einem der goldenen Regeln führt: Die Grundbeleuchtung ist noch keine Lichtplanung!

Deckenbeleuchtung alleine reicht nicht

Regel Nummer 1 - Nicht nur Deckenbeleuchtung platzieren

 

Wenn es um die Platzierung geht, denken wir nur an die Decke. Aber um neben der Grundbeleuchtung auch entsprechend Auslässe für Zonen- und Akzentbeleuchtung zu planen, musst Du einmal in Dich gehen. Auch wenn Du noch nicht vor Ort wohnst, musst Du erörtern, wie Du die Räume nutzt. Dazu hilft es auch, sich seinen Grundriss schon zu möblieren. Zeichne dir also ein wo wleches Möbel ca. stehen soll. Vorallem für die Zonenbeleuchtung am Bett, dem Sofa oder der Küche ist das immens wichtig!

 

Wichtige Fragen, welche Du Dir dann auf Grundlage des möblierten Grundrisses stellen musst sind dann:

 

Was mache ich in dem Raum?

Was gefällt mir im aktuellen Zuhause an diesem Raum gut?

Was wünsche ich mir von diesem Raum in Zukunft?

 

Um Deinen Grundriss zu möblieren helfen dir kostenlose Tools wie Homebyme, Google SketchUP oder der Pcon Planner.

 

Das einfachste ist, wenn Du dir dazu ein Notizbuch anfertigst, in welchem du all diese Fragen, aufgeteilt nach den Räumen, beantwortest. Dazu ist es auch hilfreich, wenn Du Dir einmal deinen Tagesablauf aufschreibst. Überleg dir wo du als ersts morgens nach dem Aufstehen hin gehst. Und was tust du dort? Und wo gehst du als nächstes hin um was zu tun?

 

Selbiges gilt für deine Routine am Abend:

Was machst du als erstes wenn Du (von der Arbeit) nach Hause kommst? Wo gehst du hin? Was tust Du dort? Wie verbringst Du Deine Abende? Und wie sieht es am Wochenende aus?

 

Wenn Du dazu etwas mehr Unterstützung oder Strucktur haben möchtest, kann ich dir unser Workbook für die Grundlagenermittlung ans Herz legen. Hier hast Du eine genaue Vorlage mit allen wichtigen Fragen und Anleitungen zur Bedarfsanalyse vor der Lichtplanung. >> Hier klicken<<

 

 

 

Altbausanierung

Tipp: Wenn Du generell mehr zum Thema eigene Licht- und Elektroplanung erstellen wissen möchstest, schau dir doch mal  unseren "Quick-Start Licht- & Elcketroplanung" oder den "light it yourself" DIY Lichtplanungs Workshop an. Dort kannst du ganz easy mit unserer Anleitung Deine eigene Lichtplanung und Elektroplanung erstellen - Und sparst dabei auch noch eine mege Geld!


Wenn Du erörtert hast wo du welches Licht benötigst kannst Du richtig mit der Lichtplanung starten. Nimm Dir wieder Deinen Grundriss zur Hand und beginne die Positioenen der Leuchten grob einzuzeichnen. Dazu kannst Du ganz oldshool mit Stift und Zettel arbeiten oder dir Hilfe vin z.B. Canva holen. Hier gibt es Vorlagen um Deinen Grundriss hochzuladen und dann online die Planung zu machen. Ist kostenlos und ziemlich easy. Beginne mit der Grundbeleuchtung.

Plazierung entweder mit Canva oder Stift und Zettel

Regel Nummer 2 - Außreichend Leuchten platzieren

 

Das A und O ist natürlich, dass Du genug Leuchten platzierst. Jeder Raum bzw, jede Nutzung benötigt eine andere Bleuchtung bzw. eine Andere Lumenanzahl pro m². Im Wohnzimmer sind es z.B. 100 Lumen pro m², in der Küche sogar 250-300 Lumen/m². Nimm Dir also wieder Deinen Grundriss und gehe wie folgend vor:

 

In der Tabelle findest Du die Vorgaben für die verschiedene Räume. Nimm den Wert für „Lumen pro m²“ und multipliziere diesen mit der Raumgröße in Quadratmeter. Ein Wohnzimmer mit 45 m² Fläche ergibt folgende Rechnung:

 

100 lm/m² * 45 m² = 4.500 Lumen.

 

Du brauchst in dem Fall also einen Lichtstrom von 4.500 Lumen für alle deine Leuchten im Wohnzimmer. Das alleine reicht jedoch nicht : Jetzt benötigst Du die Anzahl der Leuchten pro Raum.

 

Dazu teilst Du den Lumenstrom durch den Lumen-Wert einer einzelnen Leuchte. Planst Du Leuchten mit 500 Lumen Lichtstrom pro Leuchte einzusetzen. Bleiben wir bei dem Beispiel oben rechnest Du:

 

4.500 lm : 500 lm teilen = 9 (Leuchten)

 

Somit ist ziemlich klar, dass eine mittige Leuchte im Raum nicht ausreicht bzw. dies ziemlich blöd aussehen würde. Erstens würde es den Raum nicht flächig und ohne Schatten ausleuchten und zweitens bist Du nicht in den Laufwegen. Auch wenn sich das zunächst viel anhört - Viele Leuchten und viel Licht - so sollte sich unsere Grundbeleuchtung immer an unseren natürlichen Bedarf richten. Die Grundbeleuchtung wird abends oft von Zonen und Akzentbeleuchtung abgelöst bzw. gedimmt.

 

Fest verbaute LED Leuchten haben in der Regel genaue Lumenangaben. Wenn du mit anderen Leuchtmitteln arbeitest kannst du die Lumen ebenfalls anhand Tabellen berechnen.

 

Altbausanierung

Bitte beachte:

 Das ist keine komplette Lichtplanung, lediglich ein Richtwert für deine Planung der Anzahl an Leuchten. Für eine "richtige" Lichtplanung müssen die Gegebenheiten situationsbedingt analysiert werden. Für eine stimmungsvolle Atmosphäre planst du am besten eine Arbeits- / Grund-beleuchtung, ein Zonenlicht und eine Akzent-beleuchtung.

 

 

Laufwege - Wo bewegst Du Dich am meisten?

Regel Nummer 3 - Grundbeleuchtung gehört in die Laufwege

 

Die Grundbeleuchtung sollte sich im besten Fall an der Decke befinde. Warum? Wir Menschen sind es von draußen gewohnt, dass es von oben hell ist. Deshalb ist es auch harmonisch, wenn vor den Fensterflächen ebenfalls Beleuchtung platziert wird. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, tagsüber kommt aus den Fenstern Licht, wieso dann nicht auch abends?

 

Außerdem sollte sich die Grundbeleuchtung in den Laufwegen befinden. Also überall dort, wo wir von A nach B gehen und nichts im Weg steht. In der Regel sind die Leuchten 1,5 - 3 Meter auseinander platziert. Das kommt auf den Raum und die Leuchte an. Es sollte möglichst vermieden werden, Schatten zu bilden. Deshalb brauchst Du z.B. in der Küche die Grundbeleuchtung hinter Dir in den Laufwegen + eine Zonenbeleuchtung von vorne, wenn du an der Arbeitsplatte stehst!

 

Achte bei der Leuchtenwahl auf einen breiten Abstrahlwinkel, die Bezeichnung Flood oder 45° sind passend. Wenn Die Grundbeleuchtung geplant ist, geht es daran die Zonen- und Akzentbeleuchtung zu platzieren. Dazu schauen wir usn noch einmal die verschiedenen Zonen an:

 

 

Jeder Raum besteht in der Regel aus den drei Lichtszenen (Grund-, Zonen- und Akzentbeleuchtung) und somit aus mindestens 3, besser 5 verschiedenen Lichtquellen im Raum!

 

 

Grundbeleuchtung:

 

Sie dient der Orientierung und sollte eine warme Lichtfarbe von ca. 3000k bekommen. Diese wird unter der Decke platziert und es ist sinnvoll, diese dimmbar zu planen. Die Grtundbeleuchtung ist direkt oder indirekt strahlend, auf jeden Fall aber aber diffus, also nicht blendend.

 

 

Zonenlicht:

 

Die Zonenbeleuchtung dient speziellen, bzw. erhöhten Sehaufgaben für eine bestimmte Dauer.  Deshalb sollte die Lichtfarbe angepasst werden, in der Küche, beim Lesen oder Arbeiten benötigen wir 4000 K (neutralweiss). Die Beleuchtung wird also da platziert wo Du sie benötigst, über dem Schreibtisch, der Insel oder neben dem Sofa. Das licht sollte immer direkt sein udn ausrichtbar.

 

 

Akzentlicht:

 

Das Zauberlicht zum Wohlfühlen ist das Akzentlicht. Es sollte deshalb möglichst warm ( 3000 - 2700k) haben und überall platziert werden wo es Sinn macht oder dir gefällt. Das können Tisch-, Boden. oder Stehleuchten sein, indirekte LED Bänder usw. Wichtig ist ein indirektes Licht, dass dich entspannen lässt.

Jede Lichtplanung ebsteht aus 3 - 5 Lichtquellen.

Überlege Dir jetzt also wo du die Zonen- und Akzentbeleuchtung mit einplanen kannst. Am besten nimmst Du für jede Zone eine andere Farbe. Für die Akzentbeleuchtung sollten immer genügend Steckdosen vorhandend sein. Dazu gilt auch die Weihnachtsbeleuchtung, bzw. Steckdosen für Lichterketten und Co. schon mit zuberücksichtigen.

 

Wenn Du gleich mit der Elektroplanung weitermachen möchtest, dann könnte Dich auch dieser Blogbeitrag zum Thema Elektroplanung, Steckdosen udn Schalter interessieren. >> Hier klicken <<

 

Um perfekt auf Deine Lichtplanung vorbereitet zu sein, haben wir ganz neu ein Workbook für die perfekte Bedarfsanalyse erstellt. Diese kannst Du als Grundlage für den Lichtplaner, Elektriker und Co. benutzen, um bestmöglich auf die Termine vorbereitet zu sein!

Fahrplan Altbausanierung

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Wie du nun siehst sind diese ganz grob angerissenen Punkte, jeder für sich noch viel komplexer. Als weitere Unterstützung für die Lichtplanung haben wir unterscheidliche online Produkte. Für mehr Infos lade dir auch den kostenlosen Farplan zur Lichtplanung diesen runter, schreib uns eine Mail mit deiner Frage oder stöbere in den anderen Beiträgen nach Hilfestellung.

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